P-47 C "Thunderbolt" (The Jug)
Die P-47 Thunderbolt wurde in den ende 30er anfang 40er Jahre entwickelt.Ihr Jungfernflug absolvierte sie am 6.Mai 1941. 1942 kamen die ersten Exemplare nach Grossbritannien und lösten die von den Amerikanern geflogenen Exemplare wie Spitfire V ab.Die C-Version trug den übernahmen "Razorback" wegen Ihres relativ scharfkantigen Rumpfrückens, der von der Cockpithaube bis zum Seitenleitwerk dynamisch auslief. Auch die ersten D-Versionen waren noch Razorbacks, aber ab der Version D-23 wurde die Bubbletop Vollsichthaube verbaut. Die D-Version erhielt dann ihrem Aussehen entsprechend den Übernamen "The JUG" (der Krug oder auch die Milchkanne genannt). Total wurden 15600 Stück in verschiedenen Versionen gebaut.

Die gebaute Version ist eine C-Version, also eine Razorback. Den Plan habe ich von A4 auf A2 vergrössert. Der Aufbau ist wie üblich mit Halbrumpfspanten und Leisten auf dem Brett zweiteilig ausgeführt. Danach wurden die beiden Hälften zusammengefügt und mit 1mm - 1,5mm Balsa beplankt, verspachtelt und verschliffen. Bei den Tragflächen habe ich wieder einmal zwei Balsa-Holme eine Kopfleiste und eine Endbeplankung gewählt. Die Konstruktion sollte ja möglichst leicht werden, da ich nur 66cm Spannweite habe. Das Seiten und Höhenruder ist aus einer 4 mm Balsaplatte aus einem Stück gefertigt. Die Scharniere an den Rudern habe ich weggelassen und an deren Stelle mit Spannfolie verbunden. Das funktioniert ganz gut so. Die Querruder habe ich nach dem Bau des Flügels herausgetrennt und mit Stirnleisten versehen. Hier wurden Papierscharniere verwendet.

Die Farbgebung entspricht einer Maschine der 8th Army Air Force 4th Fighter Group 336th Fighter Squadron im Juli/August 1943 stationiert in Debden UK. Taktisches Kennzeichen "VF-E", Name "Doreen II". Die Maschine wurde bis am 25.07.1943 geflogen von Maj.John DuFour (eh.Schweizer?). Ab diesem Datum übernahm Capt.Kendall Carlson "The Swede" die Maschine. Den Namen entferte er, aber der boxende Adler beliess er auf der Motorhaube. The Swede wurde im Februar 1945 abgeschossen und geriet in Deutsche Gefangenschaft.
Die Abmessungen und Eckdaten des Modells sind:
Spannweite:660 mm
Länge:ca.580 mm
Gewicht (bei Akku 2-Cell Lipo 1250 mAh):ca.350 Gramm
Antrieb Elektromotor:MTG-2205-22 Bruschless Outrunner (29 Gramm) + 7/5" APC Slowfly Luftschraube
Regler/Steller:Pulso Brushless DL22A+ (Li/Po) (16 Gramm)
Akku:Li/Po ePower Superpack 19A 7.4V / 1250mAh (67 Gramm)
3 Servos:2X TS-44(UNI) (Höhenruder, Seitenruder 4,4 Gramm) 1X Carlson Mini (Querruder je 8 Gramm)

Originalaufnahmen von Thunderbolts
P-47 C 56th FG 61th FS
P-47 C Take Off
frühe P-47 D
Zemkes Wolfpack 56th FG
Maj. John DuFour 1943
Er flog die VF-E
Bob Hope in Debden 1943
Debden 1946
Maj.Oscar Coen 334th FS
späte P-47 D
Rollunfall 495th FG 552 FS
WWII Film der 362nd Fighter Group 377th Squadron stationiert in Etaine, Frankreich 1944/45. P-47 Thunderbolt Action pur !!!.
...und noch ein Filmchen von Thunderbolt's. hier gibt's auch einige Razorbacks zu sehen.

"The Unbreakable" P-47 Thunderbolt - For more amazing video clips, click here

Vom Bau bestehen leider keine Fotos. Dafür hier ein paar Bilder vor dem ersten Flug.

P-47C So sieht meine Mini-Thunderbolt nun also aus !!!

Die Decals (Markierungen) habe ich auf dem PC mit "Paint Shop Pro" erstellt und anschliessend auf dünnes Papier gedruckt

Oh Schreck !!! Die Cockpithaube ist zu kurz. Das hintere Dreiecksfenster müsste fast doppelt so lang sein. Da werde ich wohl oder übel nochmals an der Form arbeiten und nochmals tiefziehen Ausserdem werde ich mir für den Cockpitramen eine andere Farbe einfallen lassen. Ich hatte gerade diese rote Folie zur Hand !!!

Das wäre dann in etwa das Flugbild, Wenns heute 23.11.07 nicht regnet, gibts um 16:15h einen ersten Startversuch

Die Gebrauchsspuren hinter dem boxenden Adler waren nicht vorgesehen. Hier habe ich den Unterlagen-Karton als Lineal benutzt, welchen ich zum Klebersprühen der Decals verwendete.

Die Unterseite ist noch lange nicht fertig! Das wird alles noch gealtert und verwischt!

Die VF-E hatte das Emblem eigendlich nur auf dieser Seite angebracht. Ich fand jedoch, dass man den Adler (übrigens Squadron-Abzeichen der 336th FS) auch von der andern Seite sehen sollte.

Anlenkungen der Höhen und Seitenruder. Gestänge 2mm Kohlestab, Ruderhörner 3mm Pappelsperrholz Eigenbau

Ich habe bewusst das Seitenruder auch angelenkt, obwohl dies bei der Grösse gar nicht notwendig wäre. Jedoch habe ich BEdenken, dass mir beim Start die Querruder reichen um den Flieger auf Kurs zu halten.

kurz vor dem Start... danach wieder ab in den Baukeller und reparieren!!!

Endlich würde das Ding richtig fliegen (Schwerpunkt nochmals ausgewogen) und dann kommt auch schon etwas anderes dazwischen!

so ist dann auch das ENDE dieses Abenteuers besiegelt. Das war am 13.04.2008 und der Flieger hängt immer noch in 10 Metern Höhe