Dewoitine D.27

Einsatz in der Schweizer Flugwaffe
Ende 1929 wurde bei der Schweizer Flugwaffe die Entscheidung getroffen die Jagdstaffeln mit neuen Flugzeugen auszurüsten. Dazu wurden fünf Vorserienmaschinen unter der Bezeichnung D-27 III an das EKW geliefert. Diese Lieferung begann im Jahre 1931. Darauf folgten 15 Vorserienmaschinen sowie 45 Serienmaschinen. Insgesamt wurden 66 Maschinen an die Fliegertruppen ausgeliefert. Diese Maschinen blieben bis 1940 bei den Jagdstaffeln im Einsatz. Danach wurden sie noch bis 1944 zur Schulung genutzt, bevor sie ganz ausgemustert wurden.

Konstruktion
(Wikipedia sei Dank!)
Während der Konstruktion zur D.27 ging die Firma von Emile Dewoitine im Februar 1927 Konkurs. Die Entwicklung wurde darauf der schweizerischen EKW in Emmen übergeben, worauf der erste Prototyp am 3. Juni 1928 den Erstflug absolvierte. Nachdem Emile Dewoitine im März 1928 mit der Société Aéronautique Française-Avions Dewoitine wieder selbstständig gemacht hatte wurden im April 1929 die zweite und dritte Vorserienmaschine nach Frankreich geliefert. Neu mit einem Hispano-Suiza HS-12Jb mit 400 PS motorisiert wurde dieses Exemplar als D 272 bezeichnet. Die andere Vorserienmaschine wurde mit zwei 7,7-MGs bewaffnet. Nach Bewertung durch die STAE wurde am 29. November 1929 ein Vertrag für die Lieferung der zwei Vorserienmaschinen sowie die Lieferung von drei weiteren D.27 unterzeichnet. Die drei weiteren Vorserienflugzeuge wurden bei Lioré-et-Olivier zusammengebaut. Die D.27 wurden mit einem HS 12HB mit 500PS ausgerüstet und waren bei den Französischen Luftstreitkräften unter dem Namen D 271 bekannt. Ein Exemplar wurde mit einem GnomeRhône Jupiter VI mit Kompressor welcher eine Leistung 425 PS in 4000m besaß ausgerüstet. Diese Version war unter dem Namen D 273 bekannt. Jedoch blieben die Bestellungen der Luftwaffe für eine der beiden Versionen aus.

Die Abmessungen und Eckdaten des Modells sind:
Spannweite:858 mm
Länge:547 mm
Gewicht (bei Akku 3-Cell Lipo 750 mAh):ca.450 Gramm
Antrieb Elektromotor:MTG 2205-22 (29 Gramm)
Regler/Steller:Pulso 11A+ (Li/Po) (6 Gramm)
Akku:Kokam LiPo Akku 750mAh 3S 11.1V (58 Gramm)
Servos:Höhenruder, Querruder, Seitenruder (3X Dynam DY004 8,4 Gramm)

Originalaufnahmen von Dewoitine D.27
Bild 3 und 4 zeigen die noch einzige mir bekannte D.27 heute (Fliegermuseum Dübendorf) und früher (ca.1942). Jene im Verkehrshaus in Luzern ist eine D.26
Das 2. Bild zeigt eine interessante Version mit vollverschalten Rädern. Diese Variante wurde wieder verworfen. Die Verschalung führte bei verschlammten Pisten zu blockierenden Rädern.


Die Entstehung des Modells im Masstab 1:12


PLAN Vorgeschmack !!!

Baubegin 17.November 2010
Eigendlich hätte ich noch die C-3603 fertig zu machen (Cockpitausbau, Details), aber ich wollte unbedingt mal wieder mit der Laufsäge und den Nadelfeilen was manuelles herstellen.
Den Plan für die Dewoitine D.27 hatte ich bereits vor Tagen zusammengeklebt und zum trocknen ausgebreitet. Jedesmal, wenn ich in den Bastelraum ging, lief ich daran vorbei. Nun habe ich begonnen. Ich bin gespannt, ob ich das gewünschte Gewicht einhalten kann und ob dann die Flugeigenschaften meinen Vorstellungen entsprechen. Einige Knacknüsse werde ich zu lösen haben. So zum Beispiel die Radaufhängung und der Baldachin, oder ganz einfach das beplanken mit Depron bei extremen Rundungen. Wir werden sehen...
...Aber vorerst wurden nun mal die Standard-Aufgaben in Angriff genommen, Die Rumpfspannten wurden ausgedruckt, ausgeschnitten und mit Sprühkleber auf das Pappelsperrholz geklebt. Danach war Laubsäge- und Schleiffarbeit gefragt.

Bautage 4. und 5.Dezember 2010

Aufbau Rumpf und Fahrwerk

Der Zusammenbau des Rumpfgerüstes lief in der Gewohnten Weise ab. Spant 3 und 4 sind gleich breit und werden rechtwinklig auf dem Plan ausgerichtet. Die Gurte aus Kiefernholz 3x5mm wird beidseitig eingeklebt. Diese sind exakt abgelängt (Rumpfbiegung eingerechnet). Nach dem Aushärten des Klebers wurde der Kiel eingebaut und die Längsgurten am Heck auf den Kiel geklebt, so dass beide Gurten bündig zum Ende der Kielplanke passen. Somit ist die Symetrie gewährleistet. Die restlichen Spanten wurden dann ausgerichtet und eingeklebt. Die weiteren Gurten wurden eingepasst. Diese dienen auch der Depronbeplankung, damit sich diese nicht all zu sehr zwischen den Spannten einbiegt. Die Motorhalterung (Spant 2) und die Frontplatte (Spant 1) wurden ausgerichtet und eingebaut und die Längsgurten eingepasst. Das Akkufach gibt auch noch zu Denken Anlass. Eigendlich wollte ich den Akku von oben einschieben, doch der Abstand zwischen Spant 2 und 3 ist zu gering. Was mache ich, wenn ich einen grösseren Akku verwenden möchte? Einschub von unten? Befestigung? Alles Fragen, die noch geklärt werden müssen.



Erste Aufnahme: Ich habe etwas Gas gegeben und vergessen ein paar Detailfotos zu schiessen. Das Fahrwerk nimmt extrem viel Arbeit in Anspruch. Die Aufhängung (Befestigung am Rumpf) ist noch nicht definitiv gelösst. Eigendlich wollte ich mit 3mm Stahlstangen arbeiten, doch das wird eindeutig zu schwer!!!

Zur Zeit befindet sich das Gewicht bei etwa 70 Gramm in der hier gezeigten Konfiguration. Das Seitenruder wird auch angelenkt. Das Beplanken des Rumpfes ist eine aufwändige Anpass-Arbeit. Nach der Beplankung wird der Rumpf mit Seitenpapier und Parkettlack überzogen und verschliffen. Dies ergibt eine glatte Oberfläche.

Frontpartie mit der etwas eigenwilligen Konstruktion der Motoraufhängung (zweiter Rumpfspannt). Wie der Baldachin befestigt wird weiss ich noch nicht. Da gibts Abweichungen zum Bauplan, die ich dann nachführen werde.


Bautage 10. bis 30.Dezember 2010

Aufbau Tragfläche

Fläche
Der Aufbau der Tragfläche ging routinemässig einfach über die Bühne.
Zuerst wurden die Rippen aus dem Bauplan ausgeschnitten, mit Kontaktkleber besprüht und auf die entsprechenden Werkstoffplatten (Pappel-Sperrholz 5mm und Depron 6mm) aufgeklebt. Danach wurden die Rippen den Konturen entlang ausgeschnitten. Der Hauptholm - diesmal nur ein durchgehender, da keine V-Stellung in der Fläche vorhanden ist - wurde aus 5mm Balsaholz hergestellt. Konventionell wurde alles auf dem Bauplan positioniert und miteinander verklebt. Für die Nasenleiste wurde ein 4-Kant Balsa 6mm verwendet. Die Unterseite der Tragfläche wurde in zwei Teilen aus 3mm Depron ausgeschnitten und mit UHU-Por an die Rippen geklebt. Für die Flügelaufnahme des Baldachins wurden Sperrholzplatten nach Bauplan hergestellt, und aus dem Depron die entsprechenden Stücke ausgeschnitten. Die Baldachin-Platten wurden mit Sekundenkleber-mittel an den Rippen, dem Holm und der Nasenleiste festgeklebt.

Baldachin
Das Herstellen des Baldachins war eine ziehmliche Sisifus-Arbeit. Vor allem die Länge der Holme musste ganz genau stimmen. Quer durch den Rumpf verklebte ich zwei Alu-Röhrchen an den Spannten 3 und 4 etwa auf gleicher Höhe mit Araldit-Rapid. In diese Röhrchen würden dann die abgewinkelten Holme gesteckt. Die Holme selbst mussten ganz exakt nach Bauplan abgewinkelt werden, ebenso der durchgehende hinterste Baldachin, welcher auf einer Pappel-Sperrholzplatte hinter Spannt 4 fixiert wurde. Da die Holme des Baldachins leicht nach hinten geneigt sind, hatte ich keine exakte Bezugsfläche um die Befestigungs-Plättchen im richtigen Winkel festzukleben. Mit verschiedenen Holzleisten, Wäscheklammern und Wasserwaage richtete ich diese aus und fixierte sie mit Sekundenkleber. Danach wurden die Plättchen mit Araldit-Rapid auf der Unterseite eingestrichen. Nach dem Trocknen wurden die Plättchen auf der Oberseite plan geschliffen.

Hochzeit Rumpf und Fläche
Nun begann das Ausrichten der Tragfläche auf dem Baldachin. Zuerst wurde der linke, hintere Baldachin auf der linken Baldachin-Platte durchgebohrt und festgeschraubt. Dabei lag das Augenmerk auf der Zentrierung der Tragfläche zur Mittelachse des Rumpfes. Danach wurden die Endpunkte der Fläche zum Rumpfheck in Übereinstimmung gebracht. Nun wurde die rechte hintere Baldachin-Platte mit der Auflage verbohrt und festgeschraubt. Das Ausrichten der vorderen beiden Holme mit ihren Auflageplatten war dann nur noch ein Kinderspiel. Obwohl die Baldachin-Holme noch nicht in den Röhrchen verklebt sind, habe ich bereits eine feste und stabile Befestigung der Tragfläche erreicht.

Anlenkung der Querruder
Die Variante der Ansteuerung der Querruder wurde wiederum mit einem zentralen Servo und Bowdenzügen gewählt. Dies ist auch bereits Routine. Einzig das Servo musste ich so plazieren, dass es in der recht flachen Tragfläche Platz findet. Ein HiTec HS-55 passt gerade just hinein, nur der Anlenkarm schaut unter der Fläche heraus wo auch die Bowdenzüge herausgeführt werden. Anders war das mit einem Servo nicht zu realisieren.
Die Oberseite der Fläche wurde dann auch mit vorgebogenem 3mm Depron in einem Stück beplankt, die Querruder ausgeschnitten und diese mit Balsa-Leisten verstärkt. Die Querruder selbst wurden aus Endleistenstücken aus Balsa mit Scharnieren versehen, in die Fläche gesteckt und in die Form geschliffen.



Bereits ist der Flügel ausgerichtet und mit dem Baldachin verschraubt.

Frontansicht mit der Baldachin-Konstruktion und dem zentralen Querruder-Servo

Draufsicht Flügel mit Hauptholm

Draufsicht mit Perspektive

Das zentrale Querruder-Servo. Aus konstruktiven Gründen habe ich das Servo nicht mittig eingebaut, da sonst der Flügel im Mittelteil unnötig geschwächt würde.

Die Konstruktion des Fahrwerks und des Baldachins von unten. Gut zu sehen auch die beiden Bowdenzug-Enden, an welchen die Ruderhörner der Querruder angelenkt werden.

Seitensicht: noch stimmt die hintere Rumpfkontur und das Seitenleitwerk nicht genau... da werde ich noch etwas Zeit aufwenden müssen.


Bautage 2.Januar 2011 bis 20.Februar 2011

Anpassen Tragfläche, Höhen- und Seitenruder, Einbau Elektronik und optisches Tuning

Fläche anpassen
Das Anpassen der Fläche gestaltete sich ziemlich schwierig, da die Fläche nicht direkt am Rumpf, sondern auf einem Baldachin befestigt wird.
Zuerst mussten die Baldachine auf gleiche Höhe gebracht werden. Dazu wurde der Rumpf in der Horizontalen waagerecht ausgerichtet. Anschliessend konnten die Baldachine mit Hilfe einer Distanz auf gleiche Höhe (ebenfalls waagerecht) gebracht werden.
Die Position der Tragfläche beim seitlichen Versatz war durch die eingearbeiteten Aufnahmeplatten bereits grob gegeben. Die Endpunkte wurden dann zum Rumpf hin ausgemessen, so dass die Distanz auf beiden Seiten gleich gross war. In dieser Position wurde eine Bohrung der hinteren Baldachin-Aufnahme angezeichnet, in der Aufnameplatte gebohrt und verschraubt.
Nun wurde der rechte Winkel der Tragfläche zum Rumpf mittels einer Schnur von beiden Enden der Tragfläche zur Heckmitte hin ermitelt. Die andere Bohrung des Baldachins wurde ausgeführt und verschraubt. Jetzt sass die Fläche ausgerichtet auf dem Baldachin und die vorderen beiden Streben des Baldachins konnten gebohrt und verschraubt werden.
Fertig !!!
Ruder und Scharniere
Nach meinem Bauplan, der einem nicht ganz masstäblichen Drei-Seiten-Riss entsprang, fertigte ich das Seitenruder nochmals neu und etwas grösser an.
Beim Beplanken des Rumpfes mit Depron hat sich ein leichter Verzug eingeschlichen, welchen ich mit Feile und Schleifstab korrigieren konnte so dass das Seitenruder rechtwinklig im Heck zu sitzen kam.
Das Höhenruder richtete ich wiederum auf dem in Waage liegenden Rumpf aus. Es mussten kleine Balsa-Keile eingepasst werden, damit das Höhenruder auch in der Waage war. Danach konnten die Ruder mit Sekundenkleber am Rumpf verklebt werden. für das Seitenruder verwendete ich zwei Scharniere und für das Höhenruder setzte ich Gewebestreifen ein.
Einbau Elektronik, Servos, Akku, usw.
Die Servos für das Seiten- und Höhenruder haben im Cockpit Platz gefunden. Die Anlenkung der Ruder wird über Bowdenzüge gewährleistet. Das Akkufach ist direkt hinter dem Motorspannt wobei der Akku in einem leichten Presssitz zwischen 3mm Depronplättchen eingeklemmt wird. Wie sich das in der Praxis bewähren wird, wird sich zeigen. Vermutlich werde ich den Akku noch zusätzlich mit einem Klettband sichern. Der Regler ist mit Klettband an der rechten Rumpfinnenseite befestigt. Der Empfänger dito auf der linken Rumpfseite. Das Servo für die Querruder sitzt in der Tragfläche. Das Servokabel wird über eine Öffnung im Rumpfdeckel zum Empfänger geführt.
Optische Kleinarbeit
Die Übergänge des Seiten- und Höhenruders wurden mit Depron aufgefuttert und in Form geschliffen. Hinter dem Cockpit wurde eine Stromlinienverkleidung aus 3mm Depron angefertigt und die Übergänge zum Rumpf mit Japan-Papier und Parkettboden-Lack getränkt und verschliffen. über der Strebe zum Baldachin klaffte noch ein Loch welches ebenfalls mit einem 3mm Depronstück geschlossen wurde. Auch hier wurde Japan-Papier mit Parkettlack fixiert und verschliffen.
Die Haube bzw. die Zylinderkopfverkleidungen des Motors wurden mehrfach geschliffen und wieder mit Parckettlack bestrichen bis ich einigermassen mit dem Resultat und der Optik zufrieden war. Auch hier zeigte sich, dass meine Drei-Seiten-Riss-Vorlage nicht dem Vergleich mit Original-Fotos standhalten konnte. Ich bin mir am Überlegen, ob ich die gesamte Frontpartie nochmals neu gestalten soll.

Soweit ist die Dewoitine D.27 nun bereit zum Erstflug. Schöneres Wetter und moderatere Temperaturen werden abgewartet. Ich bin schon ganz kribbelig !!!


Verkleideter Rumpf mit aerodynamischer Kopfstütze, angepasstem Cockpit und geschlossenem Elektronikfach. Der Deckel kann noch nicht fixiert werden. Ich konnte mich noch nicht auf eine Variante festlegen.

Das gleiche Bild mit aufgesetzter Tragfläche. Die blauen Flecken sind Flickstellen, die beim Bearbeiten der Fläche aufgetreten sind.

Die aerodynamische Kopfstütze und das Seitenruder. Der Sporn ist aus 3mm Sperrholz.

Motorsektion mit dem Deckel zwischen den Zylinderkopf-Verkleidungen, Die Verkleidung bei der Motorwelle ist noch nicht ganz soweit, wird nach dem Einfliegen aber verklebt.


Bautage 22.Februar 2011 bis 28.Februar 2011


Lackierarbeiten, Decals

Lackierarbeiten
Eigendlich wollte ich die Kiste erst mal in die Luft bringen, doch das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Der nackte Rumpf war auch nicht gerade sehr attraktiv und schlussendlich wollte ich das coole Farb-Tarnmuster der Schweizer Fliegertruppe von 1938/39 endlich mal auf dem Flieger sehen.

Kurz zur Tarnlackierung von 1938/39
In der Anleitung, welche im Buch "Farbgebung und Kennzeichen der Schweizer Militäraviatik 1914-1950" von Georg Hoch abgedruckt ist, steht folgendes zu lesen:
" ...Es ist unbedingt darauf zu achten, dass grosse Flächen beim Camouflieren entstehen!"
Die Aufteilung ist in der Vorlage nicht definiert. Es werden Geraden gezeichnet, welche möglichst unsymetrisch (auch Zickzack) sich irgendwo wieder schliessen oder an eine Kante (Flügelkante) stossen. So hat also jedes Flugzeug seine eigene Lackierung erhalten, und keines war so gemustert wie das andere. Diese Tatsache liess mir doch etwas Spielraum. Ich konnte mich von der Musterung her an das oben erwähnte Buch von Georg Hoch halten und mein eigenes Farschema kreieren.

Die Farbe
Als mittlerweile selbstbekennender Acryl-Lack-Fan war für mich klar, dass ich diesen Typ Farbe verwenden würde. Die Frage war nur: "Spritzen oder Streichen?"
Da es schnell gehen musste und ich eine relativ glatte Oberfläche hatte, entschied ich mich für das Streichen mit dem Pinsel. Als erstes wurde der Unterboden in Hellgrau mit einem leichten Grünstich gestrichen, wobei ich mich an die zuvor angezeichneten Linien hielt. Dies spielte jedoch keine grosse Rolle, da nachher sowieso das Hellgrau abgedeckt wurde und somit eine scharfe Kannte entstand.
Nach dem Trocknen deckte ich mit Maler-Klebeband meine Vorstellung der Musterung für die erste Farbe ab und achtete darauf, dass ich etwa 1/3 der gesamten Fläche bedecken würde. Die erste Farbe war hellgrün (es ist in Wirklichkeit nicht hellgrün, einfach etwas heller als dunkelgrün) Die Farbe mischte ich anhand der Vorlage im oben erwähnten Buch. Nach etwa einer Stunde war die Farbe soweit angetrocknet, dass ich ein zweites mal lackieren konnte. Das zweite Trocknen ging schneller, da ich für den zweiten Anstrich weniger Farbe verwenden musste. Nun deckte das Hellgrün.
Die Musterung für die zweite Farbe wurde abgeklebt. Dies war das Sandbraun, welches mir etwas zu stark ins Orange abgedriftet ist. Bei den Acryl-Lacken ist zu beachten, dass sie sehr stark ausdunkeln wenn sie trocknen. So dachte ich mir, dass sich dies dann noch etwas ergeben würde. Es wurde dann auch besser ! Die letzte Farbe war das Dunkelbraun. Diese Farbe hatte ich zu stark mit Wasser verdünnt, so dass sie mir stellenweise unter das Klebeband lief. Nach dem Trocknen wurde das Klebeband entfernt und die Übergänge mit dem dünnen Pinsel nachgebessert.
Das Ergebnis ist erstaunlich... für mich jedenfalls.

Decals
Kaum konnte ich es erwarten, das Erscheinungsbild des Fliegers mit den Schweizerkreuzen zu sehen. Das Rot würde die Farbe, mit dem etwas zu Orange geratenen Farbton, noch etwas abblassen, so hoffte ich.
Die Kokarden stellte ich in meiner üblichen Weise her. Ich druckte mir die Kreise und die Kreuze auf dem PC aus und schnitt diese aus. Danach besprühte ich die Papierschablonen mit Haftkleber und drückte diese nach dem Trocknen des Sprühklebers auf die entsprechende Bügelfolie. Dann begann die Schnipselei. Danach wurde die Position auf dem Flügel symetrisch ausgemessen und zuerst den Roten Teil aufgebügelt. danach wurde das weisse Kreuz eingemittet und ebenfalls aufgebügelt. Dabei achtete ich darauf, dass die Kreuze nicht verdreht, sondern gerade oder rechtwinklig zur Längsachse platziert sind.
Das Seitenruder wurde demontiert und auf die rote Bügelfolie gelegt, die Folie etwas grösser angezeichnet und ausgeschnitten und danach mit dem Bügeleisen aufgebracht. Das Kreuz (diesmal einiges kleiner) wurde symetrisch auf beiden Seiten aufgebügelt.



Das erste Bild ist wohl das schönste, das ich bis jetzt von meiner D.27 geschossen habe. Das Tarnuster kommt hier voll zur Geltung.

ein anderer Blickwinkel zeigt das Tarmuster ebenfalls super gut. Die spiegelnde Kokarde wird noch mit Klarlack-Seidenmatt übersprüht, dann hebt sich diese nicht mehr so stark vom Tarnmuster ab.

Gut sichtbar das Fahrwerk und der Baldachin. Da fehlen noch zwei Streben, welche ich irgendwann mal noch anfertige.

Motorsektion mit dem Kühler. Der Kühler wird noch mit schwarzem Bindfaden umwickelt. Dies wirkt dann wie die Kühlrippen des Originals. Der Vorteil: Es kann Luft zum Motor durchströmen und wirkt somit wie ein echter Kühler.


Bautage 02.März 2011


optisches Tuning

optisches Tuning
Die Nummerierung wurde als nächstes in Angriff genommen. Ich entschied mich , wiederum anhand einer Foto aus dem Buch von Georg Hoch, für eine Maschine der Fl Kp.18. Die Maschine sollte die Markierungen vom Juni 1939 erhalten. Die Kennummer lautet: "J-247". Da ich in den Büchern und auf dem Internet keine Maschine mit dieser Kennung entdecken konnte, wird sich wohl auch die Frage nach der korrekten Bemalung erübrigen. Auf der Liste taucht sie jedenfalls auf mit Auslieferungsdatum 24.6.1933 mit der Serien-Nr.: 324 und ausgemustert am 16.12.1944.
Auf dem PC erstellte ich mit dem PaintShopPro die gewünschte Kennnummer in der masstäblichen Grösse. Das Spezielle an der Nummer von 1939 ist, dass das "J" kleiner ist als die Nummer selbst. Diese wiederum ist recht gross.
Nach dem Druck schnitt ich die Nummern grob aus und besprühte sie mit Haftkleber und klebte sie auf die schwarze Bügelfolie. Danach wurde geschnipselt. Die Position der Nummer auf dem Rumpf markierte ich mit Klebeband als Anschlagshilfe. Danach wurden die Nummern aufgebügelt.

Die Unterseite der Tragfläche
Auch hier fertigte ich zuerst eine Vorlage auf dem PC in 1:1 (Masstab 1/12) an und vermasste diese. Die originalen Masse wurden aus dem Buch von Georg Hoch entnommen und masstabsgetreu umgerechnet. Zuerst wurden die Roten Felder aus Bügelfolie ausgeschnitten und an der richtgen Position aufgebügelt. Danach markierte ich die Position der Kreuze und machte mir einen Lineal aus Klebeband und Papierstreifen, um die Kreuze in einer Linie fluchtend zu positionieren.
Jetzt konnten die Kreuze, aufgebügelt werden... fertig! (Siehe dazu das nächste Bild)

Pilot
Dem Piloten verpasste ich den Sommer-Overall in Pastellgrün mit Lederhaube und mit Leder eingefasste Brille. Zudem gabs für den Piloten noch ein fieses, aber zeitgemässes Schnäuzli (Oberlippenbart) à la Clark Gable.
Seine Position (Pilotenbodenlatte) liegt auf einem Deprongerüst über den Servos, welches mit Haftkleber fixiert wurde. So kann für das Justieren der Pilot einfach entnommen werden.
für die Windschutzscheibe fand ich leider keine detailgetreuen Fotos, so dass ich einfach ein Klarsichtplastikstück zurecht schnitt und mit Sekundenkleber auf dem Rumpf verklebte.

Motor und Kühlung
Die Zylinderköpfe des Reihen V-12 Triebwerkes strich ich mit schwarz-brauner Acrylfarbe. Die Auspuffrohre sind derzeit noch in Bearbeitung.
Den Kühler habe ich nun nicht mit schwarzem Faden umwickelt, sondern ein schwarzes Fliegengitter verwendet. Das wirkt optisch auch recht gut und ging auch einfacher zum Anbringen.

Gewicht
Bevor ich mit dem Lackieren und dem verzieren begann hatte ich den Flieger komplett auf der Waage. Diese zeigte 447 Gramm. Das hatte ich mal ursprünglich als Obergrenze veranschlagt. Nach allen Lackierarbeiten und dem Aufbringen von Decals bin ich nun auf 485 Gramm Fluggewicht. Mit den Auspuffrohren werde ich dan gegen 500 Gramm erhalten. Das sollte die Dewoitine mit ihrer Spannweite von 858 mm aber immer noch locker wegstecken.

Das Nächste wird dann wohl der Erstflug sein, nachdem ich Rollversuche bis zur Abhebegeschwindigkeit durchgeführt habe. Momentan ist es mir aber noch zu kalt und windig (knapp 5Grad bei Biese) !!!


Dieses Bild zeigt das Vorgehen beim Positionieren und bebügeln der Kreuze. Das Klebeband ist im roten Bereich mit Papier unterlegt, so dass ich die Kreuze darunterschieben konnte.

Der Pilot in seinem Cockpit. Gut zu sehen auch die Nummer mit dem kleineren Buchstaben "J" für Jäger. Der Buchstabe wurde 1934 eingeführt.
Man sieht hier auch, dass es nun eben mal eine Schaumwaffel ist.

Schräg von hinten oben sieht das Teil langsam richtig schmuck aus. Neu gewogen in flugfertigem Zustand 485 Gramm (also 35 Gramm über projektiertem Gewicht)

...auch die grössren Räder wirken etwas authentischer, als jene auf den vorangegangenen Bildern. Die Felgen werden och bearbeitet, damit man den Plastik nicht mehr so gut sieht. Zudem wird noch ein Schutzabstreifer angefertigt, so wie er auf den Original-Fotos zu sehen ist.

Dies müsste die Perspektive sein, wenn man vor dem Origial stehen würde. Nun sieht man auch mal die Kreuze auf der Unterseite.