Morane -Saulnier MS-406 D-3800
Die Schweiz erhielt im Jahr 1938 die Lizenz zum Bau der MS.406 und nannte sie D-3800. Zwei Vorproduktions-MS.405 wurden zur MS.406H zusammengebaut. Die Vorproduktion von acht Maschinen begann bei der Adolph Saurer AG mit einem neuen verstellbaren Escher-Wyss EW-V3-Propeller. Es wurden schweizerische Instrumente und Waffen eingebaut. Nach der Vorproduktion folgten bis August 1940 74 Maschinen. 1942 wurden zwei weitere Maschinen aus Restteilen zusammengesetzt. 1943 wurden die restlichen flugfähigen Maschinen mit neuen Kühlern und Hydrauliksystemen ausgestattet. Diese Maschinen erhielten die Bezeichnng D-3801. Die meisten D-3800 dienten bei Kriegsende als Trainer und wurden 1954 außer Dienst gestellt.

Das gewählte Modell entspricht dem Lizenzbau D-3800 der Morane MS 406 mit Markierungen zur Zeit der Luftkämpfe im Schweizer Jura an der Grenze zu Frankreich im Juni 1940. Die gewählte Maschine J-28 wurde bei der Schweizer Fliegerstaffel (vermutlich 13 oder 14) am 9.März 1940 in Dienst gestellt. Am 12.März 1943 ereignete sich mit diser Maschine ein Unfall (Ursache unbekannt) wonach sie als Totalverlust abgeschrieben werden musste.
Ein paar Videos
Hier sind Filme von meinen Modellfliegern zu finden. z.T. sind sie sehr gross ( > 20 MB) und dauern je nach Verbindung lange bis sie geladen sind, aber das Warten wird sich lohnen.

Die D-3800 Morane MS-406
aufgenommen mit Digital Fotokamera
am 19.10.2008
Kameramann Hugo

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Die D-3800 Morane MS-406
bearbeitet mit Sepia und Geschwindigkeit
aufgenommen mit Digital Fotokamera
am 19.10.2008
Kameramann Hugo

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Die D-3800 Morane MS-406
aufgenommen mit Digital-Filmkamera
am 9.10.2008
Kameramann Vital

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Die D-3800 Morane MS-406
aufgenommen mit Digital-Filmkamera
am 9.10.2008
Kameramann Vital

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Der Bauplan
Zuerst musste ich mir eine Dreiseiten-Ansicht besorgen. Ich fand auf dem Netz eine im Masstab 1:72, welche umgerechnet wurde auf 1:12 und schliesslich mit den Originaldaten verglichen wurde. Ein paar wenige Korrekturen im Millimeterbereich waren dann doch noch notwendig um den Plan möglichst genau zu zeichnen. Als Tool verwendete ich den PSP 7.0 (PaintShopPro von JASC-Software) Hier konnte ich genau nach Pixel arbeiten. Natürlich wird ein Depron-Modell nie genau exakt, wenn man keine Tiefziehformen hat, doch wollte ich möglichst genau an die Masse herankommen.
Leider ist mir dann doch ein Fehler unterlaufen, denn ich habe beim Bau bemerkt, dass ich bei den Rumpfspanten die Materialstärke des Depron nicht einberechnet habe.

Der Plan (576 KB) ist bereits in der Version 1.2 verfügbar. Neu sind auch die Maskierblätter enthalten.
... mit rechtem Mausklick (Ziel Speichern unter/ Save Link as) zum download:
(Ich möchte darauf hinweisen, dass ich keinerlei Haftung übernehme. Der Download geschieht auf eigenes Risiko!)

Die Abmessungen und Eckdaten des Modells sind:
Spannweite:884 mm
Länge:680 mm
Gewicht (bei Akku 3-Cell Lipo 740 mAh):ca.350 Gramm
Antrieb Elektromotor:Brushless Motor MTG-2205-22 (29 Gramm) + 9/6" APC Slowfly Luftschraube
Regler/Steller:Pulso 11A+ (Li/Po) (6 Gramm)
Akku:LIPO Akku Lite Storm VZ 700mAh 11.1V (72 Gramm)
2 Servos:Carson Micro Servo CM-1 #502001 (Höhen- und Querruder je 8 Gramm)

Originalaufnahmen von D-3800







Bautage 11, 13, 14, 15, 16 und 17.September 2008

Meine erste Schaumwaffel entsteht.

Seitenansicht mit dem Flügelprofil.

Viel Platz für den Einbau der Elektronik dank grosszügig bemessenem Deckel


Das Höhenruder habe ich mit einem 2mm Kohlestab verstärkt. Als Scharnier wird ein Tesaband wirken.

Das heck ist mit 6mm Depron gebaut und noch nicht verschliffen.

Der Flügel mit der Querruderanlenkung über Bowdenzug. Der Flügel hat pro Seite 4 Stück 6mm
Depron-Rippen und einen 8mm Balsa Hauptholm.

Gut Sichtbar die relativ grosse Aufkimmung V-Winkel 6 Grad (wie beim Original)

Bereits vorbereitet sind diverse Tiefziehformen, welche noch etwas verfeinert werden müssen
(mit Balsa Spachtel)
Bauabend 18.September 2008
heute habe ich mich mit der Bemalung des Vogels auseinandergesetzt.
Die J-28 ist definitiv, da sie ein zweifarbiges Tarnmuster auf der Oberseite enthält, was für die
Schweizer Flugzeuge eher selten ist.

So in etwa sollte der weisse Schaum mal aussehen!
Bautag 20.und 21.September 2008
Dieses Wochenende habe ich mir zum Ziel gesetzt, das Modell flugfertig zu bauen. Immer wieder setzte ich es auf die Waage um das Gewicht zu kontrollieren. Anfänglich ging ich von maximal 450 Gramm aus. Dieses Gewicht sollte unbedingt eingehalten werden. Das eine und andere kam hinzu und so war ich im unlackierten Zustand bei 291 Gramm angelangt. Leider hatte ich dann nicht den richtigen roten Farbton (zu blau), so dass ich mein gestecktes Ziel nicht ganz erreichte. Die Schaumwaffel wiegt nun 325 Gramm und ist somit um 175 Gramm leichter als geplant.

Die Tiefziehform der Motorhabe habe ich ursprünglich aus Styropor geformt und mit Balsaspachtel umhüllt. Beim Tiefziehen dann die Überraschung! Das Teil schmolz gleich weg. Also musste eine neue Form hergestellt werden. Diesmal aus Balsa. Die Kühlrippen des Wasserkühlers habe ich mit einem Kugelschreiber ins Material eingeritzt. Und siehe da, es hat funktioniert.

Die Form für die Cockpithaube habe ich aus Depron gemacht. Auch diese Form hat der Hitze nicht standgehalten. Auch hier musste ich eine Neue Form aus Balsa Bauen. Auch hier habe ich die Fensterramen mit einem Kugelschreiber ins Material eingeritzt, damit ich später einen Anhaltspunkt habe. wo genau ich die Büglefolienstreifen aufbringen muss.

Nach dem Spritzen mit Acrylfarbe musste ich an diesem herrlichen Tag doch mal raus an die Frische Luft. Hier ist sehr gut der Farbton sichtbar. Die zweite blaugrüne Farbe hebt sich leider etwas zu wenig ab.

Draufsicht. Gut zu sehen die Flügelübergänge zum Rumpf.

netter Blickwinkel die Haube müsste vielleicht nochmal überarbeitet werden. Durch die Schleiferei ist oben-vorne fast kein Material mehr vorhanden. Wenn ich die Kiste nochmals Baue werde ich diesen Teil aus Balsa bauen.

Depron ist zwar leicht zu bearbeiten, doch leider sieht man die Schleifspuren nach der Malerei umso besser als bei Balsa. Vor allem kann man keine Spannfolie draufbügeln.

Hier sind schon die Markierungen drauf. Die Schweizerkreuze habe ich mit Haftkleber aus der Spraydose besprüht. Dieser Kleber haftet etwa einen Tag, dann lösen sich die Papiermasken langsam vom Depron ab. Leider habe ich das richtige ROT immer noch nicht bekommen, so dass ich die Kreuze nochmals behandeln muss, wenn es denn mit dem rot-spritzen soweit ist.
Erstflug 27.September 2008
Endlich stimmt das Wetter für den Erstflug. Die Biese hat nachgelassen und macht sich nur noch schwach bemerkbar. Das Maisfeld ist zwar noch nicht gemäht, doch daneben liegt eine Wiese mit weichem, dichtem Gras. Die Grundeinstellungen der Morane solten eigendlich stimmen. Nur ein Problem habe ich mit dem Dualsky-Regler. Er ist auf dem Steckplatz 2 des Empfängers, das Querruder auf 3 und das Höhenruder auf 4. Ich kann somit (warum weiss ich auch nicht) das Höhenruder nicht trimmen. Zuerst muss aber die Erla (mein Einflieger) in die Luft. Doch auch hier ist der Wurm drin. Das Seitenruder schlägt nur auf eine Seite aus und geht nicht mehr ganz in die Endposition zurück. Fazit: Servo defekt. Das wird jetzt einfach ausgestöpselt. Der Start gelingt auch ohne Seitenruder, doch nach einem Looping verliere ich die Kontrolle und die Erla stürzt ins Maisfeld. Gott sei Dank steht das noch, denn die Studen fangen den Sturz auf und der Flieger bleibt in den Blättern ohne Beschädigung hängen. jetzt muss die Morane in die Luft!

Das obligate Vorher-Bild. Den Piloten habe ich aus Balsa geschnitzt, zweiteilig ausgeführt in Hinterseite und Vorderseite. Danach wurden die beiden Seiten tiefgezogen zusammengeklebt und bemalt.

Hier nochmals beide Flieger nach dem Flugtag. Wie man sieht, leben beide noch

Hier ist nochmals der Pilot, den ich unbedingt drin haben wollte und gerade keinen passenden auf dem Markt gefunden habe, der mir gefallen hätte. Also machte ich den Versuch mit der Balsaform und dem Tiefziehen. wie man sieht hat es geklappt. Ich bin schon ein bisschen stolz drauf.

Der Flieger nach den ersten drei Flügen an diesem Tag. Die Landezohnen habe ich nicht immer getroffen, so dass er ein paar Schrammen an Flügel und Bauch abbekommen hat. Ich musste immer etwas Höhenruder ziehen, was vermutlich auf den EWD zurückzuführen ist. Der Flügel hat etwa einen EWD von 1 Grad. Nach der Korrektur in den Grundeinstellungen des Höhenruder-Servos war alles perfekt. Er fliegt problemlos und macht richtig Spass. Nur die Rollen klappen noch nicht ganz wie gewünscht, aber auch das werde ich noch hinbekommen.
Besucherflugtag 19.Oktober 2008
Wenn Freunde zu Besuch kommen, muss natürlich dieser Vogel in die Luft. Am 19.Oktober war es wieder mal soweit.
Eine Kamera war auch dabei. Film folgt...

...UND WEG DAMIT !!!

Fliegeralarm !!!

alle Spaziergänger haben an diesem Sonntag die Luftattacken überlebt. Beide Flieger (die Morane und die D-3803) sind auch ohne Schaden im Hangar gelandet.