cogito, ergo sum




Eidgenössische Konstruktionswerkstätte EKW (F+W) C-3603

Beschreibung Original

Noch bevor der 2.Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen begann, machte man sich in der Schweiz Gedanken zur Ablösung des veralteten Aufklärungs und Erdkampfflugzeugs C-35. Die Konstruktionswerkstätte Thun wurde mit der Entwicklung eines freitragenden Tiefdeckers beauftragt. bereits im Frühling 1940 konnte das Prototypenmodell mit der Bezeichnung C-36 besichtigt werden. Darauf wurde ein erster Prototyp (noch mit festem aber Verkleidetem Fahrwerk) gebaut. Die Flugleistungen des Prototyps war zufriedenstellend. Allerdings wurde das Festfahrwerk aus aerodynamischer Sicht bemängelt. Es folgte ein zweiter Prototyp mit einem Einziehfahrwerk, welches nach hinten klappte und das Rad um 90 Grad drehte. Diese Variante ging 1941 in Serie unter der Bezeichnung C-3603. Ab dem Produktionsstart wurde der neue Motor Hispano-Suiza YS2 mit 1000 PS bis zur letzten produzierten Maschine verwendet. Im ersten Produktionsjahr stellte man Flügeldeformierungen beim Abfangen aus dem Sturz fest. Dies führte zu grundlegenden Veränderungen am Flügel, welche ab sofort in die Produktion einfloss. Die elyptischen Randbögen fielen weg und wurden durch Flügelkanten ersetzt, was eine etwas kleinere Spannweite und eine etwas grössre Flügeltiefe an der Spitze zur folge hatte. Diese Änderung wurde nach und nach bei allen mit noch elyptischen Randbögen fliegenden C-36 im Nachhinein umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die C-36 immer weiter modifiziert, und nun auch zum Zielschlepp eingesetzt. Nach 1952 wurden keine neuen C-36 mehr produziert. Einige davon wurden zur speziellen Zielschlepp-Version umgebaut und unter der Bezeichnung C-3604 mit der gleichen Motorisierung im Register geführt. Der Umbau zum Turboprop veränderte das Aussehen der C-36 weitgehend. Durch das kleinere Gewicht des Turboprop-Motors musste die Motoraufnahme verlängert werden, damit der Schwerpunkt des Flugzeugs wieder stimmte. Diese Umbauversion bekam die Bezeichnung C-3605 und diente ausschliesslich als Zielschlepper bis in die späten 1980er Jahre.

Die Abmessungen und Eckdaten des Modells sind:
Spannweite:1150 mm
Länge:850 mm
Gewicht (bei Akku 2-Cell Lipo 2200 mAh):ca.1500 Gramm
Antrieb Elektromotor:Scorpion SII3008-1090 Bruschless Outrunner (95 Gramm) + 9/6" APC Slowfly Luftschraube "
Regler/Steller:Brushless Regler Pulso DL33A+ (Li/Po) (22 Gramm)
Akku:Li/Po EPO 2200-15-2S Akku 2200mAh 7.4V (100 Gramm)
4 Servos:4X Savox SH-0255 Digi (Querruder, Landeklappen, Höhen-, Seitenruder je 15,8 Gramm)

Originalaufnahmen von C-3603
hier Beschreibung Bilder

Baubegin 22.November 2009
Das Konzept, welches ich hier umsetzen möchte, beschreibt einen Parkflyer in Gemischtbauweise Balsa/Depron mit einem Einziehfahrwerk. Das Gewicht soll 1,5 Kg bei einer Spannweite von 115 cm nicht überschreiten. Der Massstab beträgt somit 1:12. Natürlich ist dies ein Flugzeug aus der Schweizerischen Luftfahrtgeschichte, nämlich eine zwei-sitzige C-3603 in der Ausführung von 1943. Das Fahrwerk soll wie beim Original um 90 Grad drehbar sein. Bereits dies stellte mich bei der Evaluation in Frage kommender Anbieter vor Probleme, da das Angebot für diese Modell-Grösse relativ dünn gesäht ist.
Zuerst wurde eine Dreiseitensicht im PaintShopPro 7.0 vergrössert und die Konturen fein nachgezeichnet. Danach begann das Grob-Konstruieren. Aufgrund des erhaltenen Bauplanes begann ich mit dem Flügelaufbau. Bereits da flossen Änderungen ein, welche ich im Plan neu konstruierte und auf dem Baubrett umsetzte.

Bauabend 26.November 2009
das entwickeln des Planes erfordert immer wieder neue Teilzeichnungen, welche dann in den Hauptplan einfliessen. Hier ein paar Beispiele:


Die Cockpithaube soll bewegliche Teile erhalten, so soll die Pilotenhaube aufschiebbar und die Schützenhaube aufklappbar sein. Hier ist davon noch nichts zu sehen.

Diese Zeichnung zeigt den aktuellen Stand der Rumpf-Seite. Darin eingeflossen ist bereits das angelenkte Spornrad

Das Fahrwerk soll in dieser Art und Weise einziehbar sein. Dazu wird das DSR-30 (ROT) Fahrwerk verwendet. Dieses Fahlrwerk benötigt keine Servos, da die Motoren bereits im Getriebekasten integriert sind. Dazu wird ein Controller verwendet, der die Ein- und Ausfahrzeit realistisch verzögert.

Dies ist die Vorlage, für die Position des Getriebekastens und der Räder für den Einbau in der Tragfläche. Bereits wurde mir bewusst, dass die Asymetrie gerade verkehrt ist. ...und dies auch nur, weil ich ein YouTube-Video mit diesem Fahrwerk entdeckte.

Bauabend 2.Dezember 2009
Anhand des Grobplanes wird zuerst das Flügelgerippe aufgebaut. die tragenden Teile wie Fahrwerksrippen und Zentralrippen werden mit Pappel-Sperrholz der Dicke 4mm ausgeschnitten und auf den Hauptholm gesetzt. Die restlichen Rippen bestehen aus 6mm Depron. Bereits werden bei den Fahrwerksrippen die Aufnahmeplatten des Fahrwerks aus 3mm Sperrholz eingepasst.
Die Tragfläche soll eine Nasenleiste erhalten, welche ich zuerst verjüngen muss, damit ich sie in die Rippen einpassen kann. Anschliessend werden die unteren Beplankungen ausgeschnitten und vorgebogen und angepasst, bevor sie mit UHU-Por unter die Rippen geklebt werden. Die Tragfläche ist zwar noch nicht steiff, aber die Rippen sind schon mal geschützt.


Flügelgerippe hergestellt und Unterseite bereits mit Depron 3mm beplankt.

gut zu sehen sind die eingearbeiteten Fahrwerksplatten, welche die Aufnahme eines DSR-30 Fahrwerks gewährleisten. Die Spannten habe ich mit BeliZell 10min eingeklebt. Man sieht gut, wie der Klebstoff leicht aufschäumt und somit kleinere Lücken schliesst.

Bereits habe ich am Seitenleitwerk begonnen, welches eine spezielle Herausforderung darstellt. Die Anlenkung erfolgt durch das Höhenleitwerk, wie auf dem Plan ersichtlich.

Bauabend 7.Dezember 2009
Die Studie über die Anlenkung der Seitenruder hat eine neue Erkenntnis erfahren. Beim Besuch des Flieger und Flab Museums Dübendorf habe ich die korrekte Anlenkungsweise am Original studiert. Praktische Versuche mit dem Biegen zweier Bowdenzüge am Modell sollten eigendlich machbar sein. Der Wiederstand ist erträglich mit den extrem engen Radien des Bowdenzugs. Die einzige Blackbox ist nun, ob ich die Verspannung der Bowdenzüge auf eine intelligente Art und Weise aufheben kann, so dass es mir das Höhenleitwerk nicht verzieht.


Höhenleitwerkgerippe hergestellt und Unterseite bereits ausgeschnitten. Die Radien der Bowdenzüge werden nun angezeichnet und in den Rippen ausgeschnitten. Mach dem Verschleifen kann die Unterseite oben drauf geklebt werden.

zum besseren Verständnis hier noch die geänderte Zeichnung

Bauabend 9.Dezember 2009
Die Umsetzung des Höhenleitwerks mit Anlenkung der Seitenleitwerke nimmt Formen an. Ich habe mich für Version 2 entschieden.


Die Bowdenzüge werden positioniert und mit Bleistift an den Rippen angezeichnet, danach werden die angezeichneten Stellen mit einer Rundnadelfeile bearbeitet, bis der Bowdenzug bündig versenkt werden kann.

Hier ist bereits ein Bowdenzug versenkt in den Rippen

Bauabende 11. bis 23.Dezember 2009
Einiges ist in der Zwischenzeit passiert. Der Rumpfbau wurde bekonnen, das Höhenleitwerk macht Fortschritte, erste Versuche mit Parkett-Lack und Japan-Papier, usw.


Hier wird das erste Mal das Höhenleitwerk mit den beiden Seitenleitwerken zusammengesteckt.

Die Versuche mit Parkett-Lack auf Acrylbasis beginnen am Objekt. Vorgängig habe ich dies an einem Reststück Depron ausprobiert, um sicher zu gehen, dass sich das Depron nicht auflösst. zuerst wird das Bauteil mit 50/50 Acryl/Wasser bestrichen.

Das Papier, bereits vorgeschnitten, wird auf das benetzte Bauteil aufgelegt.

Danach werden die Kanten umgelegt und nochmals mit 50/50 Acryl/Wasser bestrichen

zum schnelleren Trocknen wird der Fön eingesetzt

Bauabende 26. bis 30.Dezember 2009
Das Höhen- und Seitenleitwerk ist soweit fertig gebaut, aber noch nicht verklebt.
Der Rumpfbau wird begonnen.
Ferner ist nun auch das Fahrwerk eingetroffen.


das Höhenleitwerk mit den beiden Bowdenzügen für die Anlenkung der Seitenruder.

Nach dem Ausschneiden und verschleifen der Rumpfspannten wird nun das Rumpfgerüst ausgerichtet und mit den Längsleisten verklebt.

Um die Symetrie des Rumpfes zu erreichen wurden die Kiefernleisten auf die gleiche Länge zugeschnitten, Am Motorspannt rechtwinklig angeklebt und hinten bündig zueinander provisorisch verbunden. Danach wurden die Rumpfspannten rechtwinklig eingebaut.

Die Schwergewichtsfrage muss frühzeitig geklärt werden und sollte nach jedem grösseren Bauabschnitt kontrolliert werden.

Bis jetzt ist noch alles im grünen Bereich. 328 Gramm mit Motor und der Schwerpunkt liegt im vorderen Bereich des Flügels. COOL !!!

Bauabende 5. bis 12.Januar 2010
Die Tiefziehformen der Cockpithaube und der Motorhaube werden in Angriff genommen. Die Motorverkleidung ist ziehmlich kompliziert, da sie eine Beule auf beiden Seiten hat und sich trotzdem gut aus der Tiefzieh-Form lösen lassen soll.
Ebenfalls zu Denken gibt die Planung der Deckel, welche einen einfachen Zugang zu den Innereien erlaubt.

Bautage 16. bis 20.Mai 2010
Ich konnte am Sonntag wieder mal etwas Zeit in meinem Keller verbringen und die Ideen, die ich wärend meinen Rauchpausen sammelte, umsetzen.
Begonnen wurde mit dem Einbau der Flächenservos für Querruder und Landeklappen. Ziel war, den Flügel soweit fertig zu stellen, dass die Oberseite beplankt werden konnte.

Das Spornrad, welches lenkbar werden sollte, wollte ich auch gleich noch etwas abfedern.



Die Konfiguration für den Flügel mit Fahrwerk, Querruderansteuerung und Landeklappenansteuerung zusammengestellt.

Ich habe mir lange überlegt, wie ich die Landeklappenansteuerung bewerkstelligen soll. Schlussendlich habe ich mich für Bowden-Züge entschieden.

Die unterseite des Flügels mit dem eingefahrenen Fahrwerk und der Anlenkung der Landeklappen.

Das Landeklappen- und Querruder-Servo nach Beplankung der Oberseite des Flügels. Ich verwende zum ersten Mal digitale Sevos der Marke Savöx. Bis jetzt bin ich damit sehr zufrieden. Die Stellkraft ist 1,6Kg und das müsste reichen. Nachdem ich keine schlaue Lösung zum Befestigen der Servos fand, habe ich diese kurzerhand mit Sekundenkleber und Beli-Zell eingeklebt.

Wieder einmal ein Foto von der Front. Das Tiefziehteil "Motorhaube" hat leider kleine Gräte bekommen. Diese können später von hinten mit Spachtel oder Beli-Zell Kleber ausgefüllt und verschliffen werden.

Die Anlenkung des gefederten Spornrades ist noch nicht ganz fertig. der senkrechte 3mm Kohlefaserstab läuft in Aluminium-Röhrchen. Die Feder ist ebenfalls Eigenbau aus Federstahldraht.
Hier noch ein kleines Video, wie das Fahrwerk funktioniert.
Das DSR-30 wird normalerweise mit 7,4V gespiesen. Hier verwendete ich einen 11,1V Akku, da ich gerade keinen 2-Zeller zur Hand hatte.

Bautag 20.Juni 2010
Diesen Sonntag wollte ich den Flügel auf der Unterseite mit Japan-Paier und Parkettlack bespannen und den Rumpf mit Depron 3mm verkleiden. Ich hatte den Flügel vor ein paar Tagen auf der Oberseite bereits auf die gleiche Weise bespannt, doch leider hat der Parkettlack ebenfalls eine gewisse Schrumpfwirkung, so dass sich der Flügel zu den Enden hin nach oben bog. Nun hoffte ich, dass das Selbe beim Bespannen der Unterseite geschieht, so dass der Flügel wieder gerade wird. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich das entwickelt wenn der Lack komplett durchgetrocknet ist.


Zum Anfang ein paar Bilder des Rumpfgerüsts, da man dieses später nicht mehr so gut sieht.

Eine etwas bessere Aufnahme des Spornrades mit der Abfederung.

Der Motor sitzt, muss jedoch noch etwas gerichtet werden, da der Seitenzug noch nicht stimmt.

Hier nun der Flügel mit Seiden-Papier (Japan-Papier) aufgelegt und getränkt mit Parkettlack auf Acryl-Basis.
Ich habe bei meinen ersten Versuchen bis zu 50% mit Wasser verdünnt, nun verdünne ich nicht mehr. Somit erhalte ich eine dickere Schicht, die beim Schleifen nicht gerade durchfällt.

Man sieht die Unebenheiten nicht gut, aber sie sind da. Es ist nicht einfach, grossflächig das Seidenpapier aufzubringen, da es schnell reisst. Ausserdem dehnt es sich erst mal, wenn es nass wird, was nochmals eine Erschwerung beim Aufbringen in sich birgt.

Hier sieht man wie die Rumpfseiten für das Verkleben mit Uhu-Por vorbehandelt wurden. Erstens sind auf der Rückseite Klebestreifen aufgebracht, damit das Depron beim Vorbiegen nicht bricht, dann sind Beide Rumpfhälften vor dem Zusammenbau genau gekennzeichnet, wo der Kleber hin soll.

Zum Schluss dieses Bautages noch ein Bild des Verkleideten Rumpfes. Die Oberseite fehlt noch, auch ist noch nicht alles verschliffen, so dass man auch den Rumpf mit Parkettlack behandeln könnte. Dies geschieht erst, wenn das Heckleitwerk montiert ist. Anders könnte ich die Bowdenzüge nicht mehr einfädeln.

Bautage 14.-18.August 2010
Hochzeitsstimmung !!! Der Rumpf wird mit dem Flügel verbunden.

Den Flügel habe ich erst in der Höhe ausgerichtet. Dazu habe ich das Flugzeug auf den Rücken und in die Waage gelegt.
Als nächstes wurde Der Flügel mittig zentriert und die Position an der Vorderkante und am Rumpf markiert.
Danach wurde die Höhe an den beiden Randbögen gemessen.
Nun konnte ich durch Schleifen der Rumpfauflagen an der richtigen Stelle die Höhe der Flügelhälften angleichen.
Jetzt wurde die Vordere Halterung (Bohrung und Stift) gefertigt und den Stift mit Araldit Rapid auf den markierten Flügelmittelpunkt geklebt.
Nach dem Aushärten wurde der Flügel an den Rumpf gesteckt.
Auf einem grossen Stück Karton habe ich mir eine Lehre gezeichnet, welche eine Grundlinie und eine mittig weglaufende rechtwinklige Gerade aufweist. Auf der Grundlinie habe ich vom Schnittpunkt (mitte = 0) 50cm nach links und rechts eine Markierung gemacht. Dies ist die Distanz, die ich von der Mittelachse aus messen will.
Nun habe ich den Rumpf auf der Geraden mittig ausgerichtet und mit einem rechteckigen Holzklotz auf den Markierungen (50cm) zur Flügelvorderkante geschoben bis sie anlagen. Auf dem Holzklotz habe ich dann die Position der Grundline markiert. Das Ganze auf der anderen Flügelhälfte analog. In der Mitte der beiden Grundlinien-Markierungen habe ich eine neue Markierung gezeichnet. Dies ist die definitve Distanz von der Grundlinie bis zur Flügelvorderkante.
Wichtig: Bei dem gesamten Vorgang darf sich der Flieger nicht verschieben.

Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann habe ich den Parkettlack mit etwas blauem Acryl-Lack eingefärbt. Dadurch habe ich eine bessere Kontrolle, wenn ich den Parkettlack durchgeschliffen habe und auf dem Depron am schleifen bin.


Hier ist schematisch dargestellt, wie das mit dem Flügelausrichten funktioniert.

gut zu sehen, die Landeklappen und Querruder. Die Dose dahinter ist der Aktivator für den Depron-Sekundenkleber.

Detail des Fahrwerks und des Kühlers.

Die Cockpithaube mit geschlossener Schiebehaube und geschlossener Heckschützenhaube. Leider ist mir das Teil etwas zu gross geraten. Da muss ich nochmals ran. Eventuell baue ich das ganze nochmals, aber diesmal masstäblich !!!

Seitenansicht. Das sieht nur so verzogen auf der Foto aus wegen der Linse des Handy s, allerdings schon etwas komisch so nackt und ohne Höhen- und Seitenleitwerk.

Am 18.August wurde auch das Höhen- und Seitenleitwerk mit dem Rumpf verheiratet. Die Waage Zeigt mit dem 2S 2100mAh Akku bereits 903 Gramm und mit dem 3S 2500mAh Akku bereits 1015 Gramm. Langsam komme ich da in den kritischen Bereich

Meiner Meinung nach der schönste Blickwinkel - anyway - jetzt müssen die diversen Bowdenzüge an den Servos angeschlossen werden. Da werd ich nochmals etwas Zeit investieren müssen.

Bautage 9.-15.September 2010
Die Cockpit-Haube und dies und das...

Nach dem ersten Bau der Realisierung einer mehr oder weniger beweglichen Cockpit-Haube musste ich feststellen, dass ich den Plan dafür zu gross ausgedruckt hatte, und somit die Haube masstäblich nicht mehr passte. Ich entschloss mich, die Haube nochmals neu zu bauen. Das Vorgehen war analog des ersten Versuchs. Die formgebenden Holme sägte ich aus 3mm Sperrholz aus und verschliff diese grob. Den Rumpfoberteil musste ich ebenfalls neu anfertigen. Darauf wurde die Frontverglasung aufgesetzt und ausgerichtet. Mit Kohlefaserleisten wurde der Boden für den Rest der Cockpit-Haube gefertigt. Ein Stellriemen sorgt dafür, dass die Schiebehaube nicht nach innen entweichen kann. Als Führung sägte ich ein hohles 4-kant Kohlefaser-Profil auf einer Seite der Länge nach auf. Dies für die Führung und als unterer Abschluss der Haube. Nachdem alles mehr oder weniger an seinem Platz war, begann ich das Fein-Tuning für die beweglichen Teile. Am meisten Probleme hatte ich mit der hinteren Klapp-Haube. Die wollte und wollte nicht passen. Am Schluss hatte ich noch eine Materialstärke der Holme von ca. 2mm. Nachdem alles meinen Ansprüchen genügte strich ich die Holme mit schwarzgrün (Standard-Tarnfarbe der Schweizerischen Luftwaffe zu jener Zeit). Im Internet wurde ich auf einen Kleber aufmerksam, den ich bis anhin nicht kannte. Der "Canopy Glue" von ZAP, welcher glasklar aushärtet. Mit diesem verklebte ich Haubenteil um Haubenteil mit den Klarsichtfolien (Stärke 0,25mm) und klemmte die Klebestellen mit Wäscheklammern. Nach etwa 3 Stunden ist der Klebstoff soweit ausgetrocknet, dass man weiterarbeiten kann. In der Zwischenzeit wurden die noch mit Japan-Papier zu verpackenden Teile vorbereitet und mit Parkettlack überzogen. So auch die Zylinderkopf-Verkleidungen, die der Schnauze der C-36 ihr eingenwilliges Gesicht geben. Auf dem PC habe ich mir dann noch ein Instrumentenbrett gebastelt (nach Originalfoto), welches ich auf die richtige Grösse verkleinerte und ausdruckte.


Gleich vorweg das Ergebnis meiner Bemühungen der letzten 5 Tage. Das Instrumentenbrett wird nochmals überarbeitet, da es mir noch nicht gefällt (und noch nicht komplett ist).

Dies ist die Arbeit am Intstrumenten-Panel... da gibts noch viel zu tun !!!

...und dies ist die Vorlage!

Seitensicht mit geschlossener Pilotenhaube. Jetzt stimmen die Proportionen!

Die Cockpithaube ist geöffnet, die Heckklappe auch...

Motorverkleidung mit den nach hinten in den Rumpf fluchtenden Übergängen. Gefertigt aus Depron und mit Japan-Papier und Parkettlack überzogen. Im Hintergrund der Flügel mit dem zum Schleifen vorbereiteten Kühlerauslauf.

alles beisammen... da fällt mir ein, dass ich die Übergänge der Flügelwurzel am Haupt- sowie am Höhenleitwerk noch machen muss!!!

Ohne solche Fotos gehts nicht! Ich habe 2 Stunden lang die C-534 im Fliegermuseum Dübendorf fotografiert !!!

Bautage 21.-23.September 2010
Flügelübergänge - Ausbalancieren - Gewicht

Mal wieder zur Kontrolle kam der ganze Flieger auf die Waage. Diese zeigte überraschende 1012 Gramm. Dies ist zwar etwas mehr als ich erhoffte, dennoch aber weniger als die prognostizierten 1500 Gramm. Beim Balancieren auf der Schwerpunkt-Waage stellte sich dann heraus, dass ich etwas zu Hecklastig bin und noch etwa 30 Gramm in den Bug einbauen muss. Momentan bin ich an den Auspuffen dran. Das kommt mir gerade recht, denn dort werde ich nun die Rohre aus Messing machen. Somit werde ich die Nase etwas schwerer machen können, und der Schwerpunkt wandert nach vorn.
Für die Flügelübergänge habe ich eine Schablone gemacht, welche die Grundform auf dem Flügel bildet. Aus 6mm Depron habe ich in verschiedenen Höhen die Kontur des Oberflügels ausgeschnitten, welche ich an den Rumpf klebte und gleichzeitig bündig auf die Schablone auf dem Flügel gedrückt und verklebt. Danach wurde erstmal geschliffen. Um die konkave Rundung hinzubekommen, habe ich mir ein Rundholz (15cm Stück Besenstiel) mit Sandpapier beklebt. Das funktioniert hervorragend. Nach dem Grobschliff habe ich die Flügelübergänge mit Parkettlack dick bestrichen und nach dem Trocknen in Form geschliffen. Zum Teil musste ich bei diversen Stellen nochmals mit Parkettlack versiegeln.


Seitenansicht auf der Schwerpunkt-Waage Die Waage habe ich am Mittwoch aus einem Kit zusammengebaut. Der Flieger liegt etwas kippelig darauf. Da werde ich mir noch etwas überlegen müssen.

Ansicht von Vorne auf der Schwerpunkt-Waage.

...und noch eine andere Ansicht!

Cockpithaube...weil ich die so toll finde !!!.

Bautage 25.-26.September 2010
Auspuff-Einheit

Um den Gewichtstrimm nach vorne zu verlegen wollte ich ursprünglich Messingrohre verwenden. Leider fand ich den richtigen Durchmesser in meinem Material-Lager nicht. Darum habe ich mich, wie auch schon bei der Morane, für die Variante mit Schrumpfschlauch entschieden.
Dies ist mir auch lieber, da ich so nun die Möglichkeit habe, das Ausgleichsgewicht geziehlt zu bestimmen und zu platzieren.


Zum Aufbau:
Aus einem Seitenansichts-Foto habe ich erst einmal die Abgase auf den richtigen Masstab vergrössert und am PC die oberen und unteren Bleche gezeichnet. Diese habe ich dann aus 0.25mm PVC ausgeschnitten. dazwischen klebte ich 6mm dicke Balsaklötzchen und auf der späteren Klebestelle eine 2mm dicke und 6mm breite Balsaleiste der Länge nach. Die Abgaskasten wurden dann auf beiden Rumpfseiten angepasst, so dass diese Plan am Rumpf anlagen. Nach dem Verschleifen und dem ausschleifen der vorderen Öffnung wurden die Aubgas-Kasten erst mal mit schwarz-grün und der innere Boden mit antrazit gestrichen. Die Schrumpfschläuche schnitt ich hinten schräg ab und lackierte diese mit einem bronze-braun. Anschliessend klebte ich die Röhrchen in die Abgaskasten in der Position wie auf dem vergrösserten Bildausschnitt. zum Ausrichten am Rumpf benutzte ich eine 6mm 4-kant Leiste, welche ich an der oberen Rumpfleiste bündig mit Wäscheklammern fixierte. So hatte ich den Distanz-Anschlag und Position auf beiden Seiten gleich. Mit Sekundenkleber wurden die Abgas-Einheiten dann am Rumpf angeklebt.


hier ist die Vorlage, woraus ich den Bildausschnitt der Abgas-Anlage auf den Masstab 1:12 vergrösserte.

die linke Seite bereits fix verklebt ...

... von vorne ...

... und die rechte Seite !!!.

Bautage 30.September - 11.Oktober 2010
Feinschliff und Farben mischen

Es ist ja nie alles gut genug, doch irgendwann muss man einen Punkt setzen und akzeptieren, dass es nun wirklich gut ist mit der Schleiferei. Ausserdem erkennt man gewisse Unebenheiten meist erst nach dem Lackieren. Bei mir kam dieser Punkt als ich mich entschied die Farben anzumischen.
Als Vorlage habe ich das Buch "Farbgebung und Kennzeichen der Schweizer Militäraviatik 1914 - 1950" von Georg Hoch zu Rate gezogen. Das Buch ist ein Muss für jeden Modellbauer von Schweizerischen Militärmaschinen. Dort sind auch Farbmuster abgebildet, die, so wie ich Georg Hoch kenne, möglichst exakt den Farbton wiedergeben, so wie er in Wirklichkeit auch war.
Ich habe dann mit meinen Acryl-Künstlerfarben versucht die Farbtöne zu mischen.
Zuerst versuchte ich mich am Lichtblau RLM-70 oder Hellblau K+W 1 (Schweizer Bezeichnung)
Nun Das Hellblau ist mir dann etwas zu blau geraten, was ich allerdings erst nach dem Spritzen feststellte. Mit etwas schwarz und etwas mehr weiss wurde dann der Farbton relativ gut getroffen.
Das Schwarzgrün RLM-71 oder K+W 2 (Schweizer Bezeichnung) ist mir dann dafür super gelungen. Erst dachte ich, dass es etwas zu dunkel geworden ist, doch nach dem Aufbringen der Hoheitszeichen schien, durch den Kontrast zum Signalrot, das Schwarzgrün etwas heller.



Die Ansicht zeigt den Rumpf nach dem Aufbringen der Hoheitszeichen. Die Schwierigkeit liegt dabei bei den Kreuzen, die je nach Blickrichtung etwas verzogen zueinander wirken.

Hier ist der Optische Verzug kaum zu sehen

das Aufbügeln hat echt Spass gemacht! Als nächstes kommt der Flügel dran!

Bautage 15.Oktober - 21.Oktober 2010

Decals aufbringen, Kosmetik

Langsam nähert sich der Erstflug. Bevor jedoch die C-3603 abheben darf stehen, wie beim Original, noch Rolltests und das Ermitteln der Abhebegeschwindigkeit an. Zu diesem Zweck versuche ich in der Modellfluggruppe Dübendorf Kontakte zu finden, die mich als Gast auf Ihren Modellflugplatz mitnehmen können. Das Gelände in Dübendorf ist für die Rolltests ideal, da grosse Pisten-Flächen vorhanden sind.
Nun kommt noch hinzu, dass ich einen Wechsel von 40 MHz auf 2,4 GHz plane. Die Steuerung habe ich bereits gekauft, eine Futaba FF-10 T-10-CG. Der Empfänger muss erst eingebaut und dann alle Einstellungen für die Ruderwege und Mischer neue erfasst werden. Wenn dies gemacht ist, können die Testläufe beginnen.
Der Grund zum Frequenzband- und Steuerungswechsel ist einerseits die modernere Technologie mit einer schnelleren Übertragungsrate und zum Anderen die Möglichkeit, Landeklappen stufenlos aus- und einzufahren (Diese Möglichkeit hatte ich bis anhin nicht bei der Graupner MX12. Da gint's nur 0 und 1)


So sieht die C-3603 nun aus. Sie trägt die Markierungen C-417, welche eine Maschine der ersten Serie darstellt. Allerdings bereits mit den ab 1943 eingeführten eckigen Tragflächenenden. Ursprünglich hatte die Original-Maschine eliptische Flügelspitzen. Diese Tragflächen zeigten nach kurzer Zeit Deformierungen die beim Abfangen aus dem Sturzflug entstanden. Die neue Tragfläche zeigte diese Symptome nicht mehr.

Der Innenausbau ist noch nicht gemacht. Da kommt noch einige Arbeit auf mich zu. Die ganze Vertstrebung der Haubeninnenseiten fehlt noch und die Armaturen Sitze usw. sind noch nicht fertig.